Gebert Indikator

Gebert Indikator

Mit der richtigen Strategie erfolgreich investieren

Getreu dem Motto „viele Wege führen nach Rom“ stehen einem Privatanleger zahlreiche Börsenstrategien zur Verfügung. Bei der Recherche nach der passenden Wahl kann man leicht den Überblick verlieren. Einige Strategien locken mit außergewöhnlichen Namen und hochkomplexen Inhalten. Diese sind jedoch nicht für den Ottonormalverbraucher geeignet. Der Börsenexperte Thomas Gebert bietet ein transparentes und frei erhältliches System an.

Jeder Investor kann mit vier simplen Indikatoren ein klares Signal ermitteln. Zu diesen Indikatoren gehört der Dollar, das Zinsniveau, die Inflation und die Saisonalität. Anhand dieser Faktoren wird eine Strategie bestimmt, die entweder das Signal zum Kaufen oder Verkaufen gibt. Somit wird eindeutig vorgegeben, ob die verfügbaren Mittel als Liquidität gehalten werden oder eine Investition in Aktien erfolgt. Der sogenannte Gebert-Indikator gibt momentan ein Kaufsignal.

Sensationelle Kursentwicklung

Vergleicht man die Gebert-Strategie mit der reinen Entwicklung des Dax, fällt direkt ein erheblicher Unterschied auf. Im Rückblick ist der Dax seit 1996 von 2254 Punkten auf 13200 Zähler gestiegen. Mit der Strategie a la Gebert wäre ein Anstieg auf 60467 Punkte möglich gewesen. Dies entspricht dem Faktor 4,6. Somit sind mit einem Buy-and-Hold Investment im Dax aus 1000 € stolze 5856 € geworden. Das Gebert-System hingegen konnte einen Betrag i.H.v. 26827 € erzielen. Die durchschnittliche Rendite des DAX beträgt 7,64 % p.a., bei der 4-Schritte-Strategie sind es 14,7 %.

Musterbeispiel 2018

Von Januar bis Dezember 2018 gab es einen deutlichen Abschwung des Dax, bei dem Anleger 9,4 % mitnehmen konnten. Erst ab Dezember 2018 zeichnete sich eine langfristige Erholung ab. Von Januar 2018 bis heute wäre ein Gewinn von etwa 13,4 % möglich gewesen – ohne die Gebert-Strategie. Mit ihr wären es 15,4 % gewesen. Das diese aber auch für kurzfristige Phasen eindeutig gewinnbringend ist, zeigt die Tatsache, dass Investoren bei ihrer Anwendung im Jahr 2018 sogar 23,4 % statt der genannten 9,4 % rausholen können.

Risikomanagement

Ein wesentlicher Vorteil der Strategie besteht im reduzierten Risiko für den Anleger. Das Depot mit der Gebert-Strategie war nur etwa die Hälfte der Zeit investiert. Folglich konnte trotz verringertem Risiko das bessere Ergebnis erzielt werden.

Kostenfaktor

Gemäß der alten Börsenweisheit „Hin und her macht Taschen leer“ sollte auf zu häufiges Umschichten im Depot verzichtet werden. Die erhöhten Transaktionskosten können die Rendite erheblich schmälern. Mit dem Gebert-System wird dies in der Regel vermieden. Die Signale führen eher in größeren Abständen zu Transaktionen. Das aktuelle Signal z.B. besteht unverändert seit 13 Monaten.

Transparenz

Aufgrund der seltenen Umschichtungen ist das System für jeden Anleger leicht nachvollziehbar. Für ein Investment in den Dax eignen sich Indexfonds hervorragend. Sie sind kostengünstig und der DAX wird 1:1 abgebildet. Zwei Beispiele wären der ETF Core-Dax von Ishares (DE0005933931) und der DAX-ETF von Xtrackers (LU0274211480), einer Tochter der Deutschen Bank.

Für die Phase, in der Bargeld gehalten wird, reicht ein Girokonto oder das Verrechnungskonto des Depots aus. Aufgrund niedriger Zinsen lohnt sich ein separates Tagesgeldkonto kaum.

Gebert-Strategie +

Die genannte Strategie gibt es auch in optimierter Form als bereits fertiges Produkt. Anleger können sich das von Morgan Stanley aufgelegte Zertifikat einfach ins Depot legen. Das Zertifikat der US-Bank bildet den Solactive-Gebert-Börsenindikator-AR-Index (DE000MF04W66) vollständig ab.

Es werden nicht wahllos Aktien aus dem Dax gekauft, sondern 10 Einzeltitel aus dem HDAX. Die Papiere mit der höchsten relativen Stärke werden abgebildet. Prominente Beispiele waren Varta und Hello Fresh. Bei einem Verkaufssignal wird nicht komplett in Bargeld umgeschichtet. Stattdessen nutzt die erweiterte Strategie weitere Anlageinstrumente wie z.B. Gold, Anleihen oder DAX-Shorts. Mit einem Short wird bei fallenden Kursen weitere Rendite erwirtschaftet.

Im vergangenen Jahr konnte das Zertifikat eine Rendite von 50 % erzielen, wohingegen der DAX lediglich mit 25,5 % performte. Der Erfinder der Strategie lobt den weiterentwickelten Ansatz. In steigenden Marktphasen schlägt das Zertifikat den Markt und die Umschichtung in Anleihen, Gold und Short-Positionen sorgt in schlechten Phasen für zusätzliche Rendite.

So funktioniert die Gebert-Strategie

Mit nur vier Indikatoren ergibt sich bei diesem System ein eindeutiges Kauf- oder Verkaufssignal. Entweder steht das Signal auf Rot oder Grün. Die genannten Indikatoren sind völlig transparent und simpel in der Umsetzung. Es gibt keine Zusatzfaktoren, die für weitere Szenarien sorgen, sondern lediglich diese zwei Signale.

Stehen drei oder vier Indikatoren auf einer Seite, so wird entsprechend gehandelt. Bei einem Gleichstand ändert sich nichts. Momentan sieht es so aus:

  1. Positiver Zinsfaktor

Die Leitzinsen sind ein maßgeblicher Indikator für die Entwicklung an den Aktienmärkten. Denn niedrige Zinsen bei festverzinslichen Wertpapieren und geringe Kreditkosten für Unternehmen steigern zum einen den Konsum und zum anderen die Attraktivität von Aktien als Investment. Seit Jahren steht keine Zinserhöhung im Raum.

  1. Der US-Dollar

Für exportorientierte Nationen ist eine günstige Währung von Vorteil. Das System vergleicht daher den US-Dollar mit dem Euro. Der Vergleichszeitraum ist das Vorjahr. 2019 lag das Verhältnis von Euro zu Dollar günstiger als im Jahr 2018. Somit ein positives Zeichen für das exportorientierte Deutschland.

  1. Inflationsentwicklung

Niedrige Inflationsraten sind von Vorteil für die Börse. Steigende Raten hätten langfristig auch steigende Zinsen zur Folge. Bei der Gebert-Strategie wird die HCPI-Inflationsrate (harmonisierte Konsumenten-Teuerung) im Euroraum betrachtet. Der Wert von 2019 liegt mit 1,0 % niedriger als 2018 mit 1,9 %. Somit ebenfalls ein Kaufsignal.

  1. Auf die Saison achten

An den Aktienmärkten gelten saisonale Muster als äußerst stabil. Die Phase zwischen Anfang November und Ende April schlägt tendenziell die Sommermonate.

Internetseite zur Strategie: